change tyre

Wann sollten Reifen gewechselt werden

Sichere Reifen sind die Grundlage für sicheres Fahren. Sie sorgen für zuverlässigen Grip bei jedem Wetter und geben Ihnen die nötige Kontrolle beim Bremsen – genau dann, wenn Sie sie brauchen. Mit der Zeit nutzt sich jeder Reifen ab – und zu wissen, wann der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen ist, verhindert nicht nur Unfälle, sondern spart auch teure Reparaturen.

Bei Euromaster Schweiz überprüfen wir regelmäßig Reifen und kennen die typischen Verschleißerscheinungen. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Anzeichen auf abgefahrene Reifen hindeuten, was in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben ist und wie Sie für maximale Sicherheit sorgen.


Anzeichen, dass es Zeit ist, Ihre Reifen zu wechseln

1. Profiltiefe unter dem gesetzlichen Limit

In der Schweiz gilt für Personenwagen eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.

Liegt die Profiltiefe darunter, ist ein sofortiger Wechsel Pflicht. Auch wenn sich die Profiltiefe diesem Grenzwert nähert, sollten Sie bald handeln – dann ist der Reifen meist schon stark abgenutzt.

Die Abnutzung des Profils wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Daher lohnt es sich, Ihre Reifen regelmäßig zu kontrollieren, damit Sie immer sicher unterwegs sind.

Eine schnelle Sichtkontrolle ist einfach: Fast alle Reifen haben eingebaute Abnutzungsanzeigen – kleine Erhebungen in den Profilrillen. Sind diese auf gleicher Höhe mit der Reifenoberfläche, haben Sie das gesetzliche Limit erreicht.

2. Ungleichmäßige Reifenabnutzung

Achten Sie auf ungleichmäßigen Verschleiß – er stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Prüfen Sie den kompletten Umfang jedes Reifens, um sicherzustellen, dass alle Bereiche gleichmäßig abgenutzt sind. Ist eine Seite deutlich stärker abgefahren als die andere, benötigen Sie möglicherweise eine Achs- oder Spurvermessung und sollten die Reifen zeitnah ersetzen.

3. Reifenschäden (Risse, Beulen oder Blasen)

Auch alltägliche Belastungen können Reifen beschädigen – sei es durch einen Bordsteinkontakt, ein Schlagloch oder spitze Gegenstände auf der Straße. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle so wichtig, denn manche Schäden fallen nicht sofort auf.

Wenn Sie beim Fahren einen heftigen Stoß bemerken, sollten Sie Ihre Reifen baldmöglichst überprüfen.

Suchen Sie bei der Reifenkontrolle nach sichtbaren Rissen. Ein Riss kann zu einem Reifenplatzer führen – besonders bei hoher Geschwindigkeit ein erhebliches Unfallrisiko. Gleiches gilt für Beulen und Blasen, die auf ernste innere Schäden hinweisen.

Haben Sie Schäden an Ihren Reifen entdeckt? Lassen Sie diese zeitnah von einem Fachmann prüfen. Nur auf der Hebebühne lässt sich das tatsächliche Ausmaß beurteilen. Bei Euromaster Schweiz sagen Ihnen unsere Reifenexperten, ob Ihr Reifen noch sicher ist und ob eine Reparatur ausreicht oder ein Austausch nötig wird.

4. Alte Reifen

Auch Reifen haben ein Ablaufdatum. Bei fabrikneuen Reifen wird das Alter vermutlich nicht der Hauptgrund für einen Wechsel sein. Anders sieht es bei gebrauchten oder älteren Reifen aus – hier kann das Alter zum entscheidenden Faktor werden.

Reifen altern selbst dann, wenn sie selten verwendet oder korrekt gelagert werden. Temperatur, Pflege, Lagerung, Reifendruck und Fahrstil haben maßgeblichen Einfluss.

Ab einem Alter von 5 Jahren sollten Sie Ihre Reifen regelmäßig von Fachleuten prüfen lassen.

Spätestens nach 10 Jahren empfiehlt sich ein Austausch – unabhängig vom Zustand.

5. Sie haben einen Platten

Ein Platten ist nicht immer sofort erkennbar. Manchmal verliert der Reifen langsam Luft oder Sie entdecken einen Nagel oder anderen spitzen Gegenstand im Profil. In solchen Fällen sollten Sie schnell fachkundigen Rat einholen.

Prüfen Sie, ob Ihr Fahrzeug noch sicher fahrbar ist, kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck und fahren Sie so bald wie möglich in ein Euromaster Servicecenter in Ihrer Nähe.


Weitere Situationen, die einen Reifenwechsel erfordern könnten

Saisonale Reifenwechsel (Sommer- / Winterreifen)

Das Schweizer Wetter bringt im Jahresverlauf sehr unterschiedliche Bedingungen mit sich. Viele Autofahrer wechseln daher zwischen Sommer- und Winterreifen.

Winterreifen sollten ab Temperaturen unter 7 °C montiert werden, da sie bei Nässe, Eis und Schnee deutlich besseren Grip bieten.

Wenn Sie den halbjährlichen Wechsel vermeiden möchten, können Ganzjahresreifen (Allwetterreifen) eine praktische Alternative sein – abhängig von Ihrem Fahrprofil.

Reifen, die nicht für die Fahrbedingungen oder die Fahrzeuglast geeignet sind

Nicht jeder Reifen passt zu jedem Fahrzeug oder Fahrstil. Die Wahl hängt von Einsatzbereich, Streckentyp, Fahrzeuggewicht und Geschwindigkeit ab.

Reifen mit unpassendem Tragfähigkeitsindex oder Geschwindigkeitsindex erhöhen das Risiko von Schäden, schnellerem Verschleiß oder sogar einem Reifenplatzer.

Die Euromaster Experten beraten Sie gerne bei der Wahl der passenden Reifen.


Reifenwechsel-Checkliste

Fragen Sie sich noch, ob neue Reifen fällig sind? Beantworten Sie diese Fragen:

  1. Liegt die Profiltiefe unter 1,6 mm oder nähert sie sich diesem Wert?
  2. Fällt Ihnen ungleichmäßiger Reifenabrieb auf?
  3. Weisen Ihre Reifen Schäden wie Risse, Beulen oder Ausbuchtungen auf?
  4. Sind Ihre Reifen fünf Jahre oder älter?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie den Reifenwechsel nicht aufschieben.

Sie können Ihre Reifen online auswählen und anschließend einen Termin in Ihrer gewünschten Filiale buchen.


FAQs – Wann sollten Reifen gewechselt werden

Es gibt mehrere Anzeichen, die auf fällige neue Reifen hindeuten. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Profiltiefe noch ausreichend ist, und achten Sie auf Risse oder Beulen im Reifenmaterial.

Bei normalem Gebrauch ohne Schäden oder Pannen können Reifen recht langlebig sein. Die genaue Lebensdauer hängt von der Reifenmarke, Ihrer Fahrleistung und Ihrem persönlichen Fahrstil ab. Kontrollieren Sie den Zustand Ihrer Reifen regelmäßig, um den richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel zu erkennen.

Abgenutzte Reifen bieten weniger Grip, besonders auf nasser Fahrbahn, und verlängern den Bremsweg. Bei Ausweichmanövern wird Ihr Auto schwerer kontrollierbar. Neben Bußen riskieren Sie vor allem Ihre eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer.

In der Schweiz gilt eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Diese muss über die mittleren drei Viertel des Reifens und den gesamten Umfang eingehalten werden. Fahren mit weniger Profil ist nicht erlaubt. Fachleute raten jedoch bereits ab 3 mm Profiltiefe zum Wechsel – besonders bei Winterreifen –, da die Fahrsicherheit bei Nässe und Schnee schon deutlich früher abnimmt als an der gesetzlichen Grenze.

Nicht unbedingt. Bei Abnutzung oder Beschädigung einzelner Reifen können Sie diese auch einzeln austauschen. Achten Sie jedoch darauf, auf einer Achse immer die gleiche Marke und das gleiche Modell zu montieren – das sichert Fahrstabilität und Balance. Bei Allrad- und 4x4-Fahrzeugen empfehlen wir bei Euromaster Schweiz oft den Wechsel aller vier Reifen gleichzeitig, um den Antriebsstrang zu schonen.

Eine falsch eingestellte Achse führt zu ungleichmäßigem Reifenverschleiß. Typisch ist, dass eine Reifenseite schneller abfährt als die andere. Das verkürzt nicht nur die Lebensdauer Ihrer Reifen, sondern verringert auch die Haftung auf der Straße. Mit einer korrekten Achsvermessung liegen alle Reifen gleichmäßig auf dem Asphalt auf – dadurch fahren sie sich gleichmäßiger ab und reagieren besser auf Lenkbewegungen.

Von einer Mischung aus Sommer- und Winterreifen raten wir ab. Die unterschiedlichen Profile und Gummimischungen beeinflussen das Fahrverhalten erheblich. Bei gemischter Bereifung leiden Grip und Stabilität – besonders bei Nässe oder Glätte kann das gefährlich werden. Montieren Sie lieber vier gleiche Reifen, die zur Jahreszeit passen, oder entscheiden Sie sich für Ganzjahresreifen, wenn Sie nicht zweimal jährlich wechseln möchten.