Reifen DOT-Nummer lesen: So erkennen Sie das Alter Ihrer Reifen

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Ihre Reifen sehen von außen vielleicht gut aus – doch wenn sie zu alt sind, können sie zum Sicherheitsrisiko werden. Selbst bei ausreichendem Profil verliert das Gummi mit der Zeit seine Elastizität, und es können feine Risse entstehen. Das verringert den Grip und erhöht die Gefahr eines Plattens, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten oder nassen Straßenverhältnissen.

Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur den Zustand Ihrer Reifen regelmäßig zu prüfen, sondern auch deren Alter im Blick zu behalten. Die gute Nachricht: Das geht ganz einfach. Jeder Reifen trägt eine DOT Nummer auf der Seitenwand, die zeigt, wann er produziert wurde. Mit einem kurzen Blick erkennen Sie, ob Ihre Reifen noch sicher sind oder ob ein Wechsel ansteht.

In diesem Leitfaden erklären wir Ihnen, was die DOT-Nummer bedeutet und warum sie für Ihre Sicherheit im Straßenverkehr so wichtig ist.


Was ist die DOT-Nummer auf Reifen?

Die DOT-Nummer ist Teil einer längeren Zeichenfolge, die in die Seitenwand eingeprägt ist – dem sogenannten DOT-Code. Sie zeigt, wann der Reifen hergestellt wurde, und zwar bis auf die genaue Woche und das Jahr.

Diese Information ist wichtig, denn Reifen altern auch dann, wenn sie nicht gefahren werden. Sonnenlicht, Hitze, Feuchtigkeit und Lagerbedingungen wirken auf das Gummi ein und können es spröde machen. Wenn Sie den DOT-Code lesen, können Sie prüfen, ob ein Reifen noch verwendet werden sollte.

Die DOT Nummer besteht aus vier Ziffern und steht am Ende des DOT-Codes. Sie ist für alle straßenzugelassenen Reifen gesetzlich vorgeschrieben, die seit dem Jahr 2000 produziert wurden.


Wo finden Sie den DOT-Code auf Ihrem Reifen?

Den DOT-Code finden Sie auf der Seitenwand Ihres Reifens. Er ist meist nur auf einer Seite aufgeprägt – prüfen Sie deshalb auch die Innenseite, falls Sie ihn nicht sofort entdecken.

Der Code beginnt mit dem Buchstaben DOT, gefolgt von einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Die vollständige Zeichenfolge enthält unter anderem das Herstellerwerk und einen Produktcode. Am Ende stehen die vier Ziffern, die das Herstellungsdatum angeben.

Spezielle Werkzeuge brauchen Sie dafür nicht: Ein sauberes Tuch zum Abwischen von Schmutz und eine Taschenlampe bei schlechtem Licht genügen. Sobald Sie das DOT-Zeichen gefunden haben, ist der Code in wenigen Sekunden entschlüsselt.


Wie liest man eine DOT\-Nummer auf Reifen?

Beispiel einer 4-stelligen DOT\-Nummer

Endet der Code mit 3721, bedeutet das:

  • 37 = die 37\. Kalenderwoche
  • 21 = das Jahr 2021

In diesem Beispiel wurde der Reifen also Mitte September 2021 produziert.

Mit dieser kurzen Zahlenfolge lässt sich das Alter Ihres Reifens schnell bestimmen. Ist er älter als 5 bis 6 Jahre, empfiehlt sich eine genauere Prüfung – auch bei geringer Nutzung. Zeigen sich Risse oder verhärtete Stellen, sollten Sie über einen Austausch nachdenken. Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Reifenwechsel.

Wie sich der Code vor und nach 2000 verändert hat

Vor dem Jahr 2000 bestand der DOT-Code aus nur drei Ziffern. Ein Code wie 248 stand beispielsweise für die 24\. Woche des Jahres 1998\. Manche älteren Reifen trugen zusätzlich ein Dreieckssymbol (◄), das auf die 1990er Jahre hinwies.

Entdecken Sie einen dreistelligen Code, ist Ihr Reifen über 20 Jahre alt. Selbst bei optisch gutem Zustand sollte er nicht mehr verwendet werden, da er heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr entspricht.

Was die Zeichen vor dem Code bedeuten

Die Zeichen vor dem Datum geben Auskunft über das Produktionswerk und interne Herstellercodes. Für die meisten Autofahrer sind diese Angaben weniger relevant. Entscheidend sind die vier Ziffern am Ende: Sie verraten das tatsächliche Alter Ihres Reifens.

Weitere Informationen zu anderen Kennzeichnungen auf Ihrem Reifen – etwa Größe oder Geschwindigkeitsindex – finden Sie in unserem Ratgeber zur Bedeutung der Reifenkennzeichnungen.


Ist das Reifenalter für die Sicherheit wirklich wichtig?

Kurz gesagt: Ja. Selbst wenn das Profil gut aussieht und keine sichtbaren Schäden erkennbar sind, können alte Reifen zum Sicherheitsrisiko werden. Gummi verhärtet mit der Zeit und verliert an Elastizität – besonders bei längerer Standzeit oder durch Hitze und UV-Strahlung.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für:

  • Risse in der Seitenwand
  • Verminderte Haftung auf nasser Fahrbahn
  • Längere Bremswege
  • Reifenschäden bei höheren Geschwindigkeiten

Das gilt auch für ungenutzte Reifen. Ein neuer Ersatzreifen, der jahrelang gelagert wurde, kann seine ursprüngliche Leistung nicht mehr vollständig erbringen. Gealtertes Gummi verliert an Flexibilität und Grip – das gefährdet Sie und andere Verkehrsteilnehmer.

Reifenhersteller wie Michelin und Continental empfehlen deshalb, nicht nur die Profiltiefe, sondern auch das Alter Ihrer Reifen regelmäßig zu prüfen. Die meisten Fachleute raten zu einem Austausch nach 6 bis 10 Jahren, unabhängig von der Laufleistung. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur Lebensdauer von Reifen.

In den mehr als 30 Euromaster Servicecentern unterstützen wir Sie bei der Überprüfung Ihrer Reifen und beraten Sie zu allen Fragen rund um Sicherheit und Reifenwechsel.


Wann sollten Sie Reifen anhand des Alters austauschen?

Generell empfiehlt es sich, Reifen alle 6 bis 10 Jahre zu wechseln – selbst wenn die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm noch nicht erreicht ist. Der Grund: Das Alter eines Reifens beeinflusst seine Leistung deutlich früher, als das Profil abgenutzt ist.

Eine praktische Orientierung:

  • Unter 5 Jahre alt: In der Regel sicher bei regelmäßiger Nutzung und fachgerechter Lagerung
  • 5 bis 6 Jahre alt: Häufigere Kontrolle auf Alterserscheinungen sinnvoll
  • 6 bis 10 Jahre alt: Austausch empfohlen, besonders wenn die Reifen steif oder rissig wirken oder die Haftung nachlässt
  • Über 10 Jahre alt: Sofortiger Austausch notwendig – zu alt für eine sichere Nutzung

Bei Euromaster finden Sie Premium- und Budgetreifen, die zu Ihren Anforderungen und Ihrer Fahrleistung passen. Sie sind unsicher, ob Ihre Reifen gewechselt werden sollten? Buchen Sie einen kostenlosen Mastercheck in einem unserer mehr als 30 Euromaster Servicecenter.


Sonderfall: Ist ein 2 oder 3 Jahre alter Reifen noch „neu"?

Ja. In den meisten Fällen gilt ein 2 oder 3 Jahre alter, fachgerecht gelagerter Reifen weiterhin als neu. Das kommt häufig vor, wenn Ersatzreifen gekauft werden – insbesondere bei weniger verbreiteten Größen oder Profilen.

Entscheidend ist die Lagerung vor der Montage:

  • Eine kühle, trockene Umgebung schützt den Gummi und verlangsamt die Alterung
  • Reifen, die vor Sonnenlicht, Hitze, Ozon und Chemikalien geschützt sind, bleiben länger in gutem Zustand
  • Fachgerechtes Stapeln und regelmäßiges Umschichten verhindert Verformungen oder Abflachungen

Reifen lassen sich in der Regel bis zu 5 Jahre nach der Herstellung sicher montieren, sofern sie ordnungsgemäß gelagert wurden. Nach der Montage und im Fahrbetrieb beschleunigt sich der Alterungsprozess durch Hitze und Bewegung.

Sind Sie unsicher über das Alter oder den Zustand eines Reifens, fragen Sie gerne nach. Bei Euromaster prüfen unsere Fachleute bei jeder Montage die DOT-Nummer und die Lagerbedingungen – und erklären Ihnen, wie das Alter die Reifenleistung beeinflusst. Termine buchen Sie bequem online.


FAQs - Reifen DOT Nummer

Ja, Reifen altern auch dann, wenn sie nicht montiert oder gefahren werden. Das Gummimaterial verändert sich mit der Zeit – besonders, wenn die Reifen direktem Sonnenlicht oder hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Ein ungenutzter Reifen, der älter als 6 bis 10 Jahre ist, sollte nicht mehr ohne Weiteres als sicher gelten. Wenn Sie einen Ersatzreifen haben, der längere Zeit gelagert wurde, lassen Sie ihn vor der Nutzung bei Euromaster prüfen.

Nicht unbedingt. Premiumreifen bestehen zwar oft aus höherwertigen Materialien, alle Reifen unterliegen aber ähnlichen Alterungsprozessen – denn alle basieren auf Gummimischungen. Entscheidender ist, wie die Reifen genutzt und gelagert werden. Günstige Reifen können bei guter Pflege ebenso lange halten. Premiummodelle behalten ihre Leistung im täglichen Gebrauch jedoch häufig länger.

Ein korrekt gelagerter, unbenutzter Reifen sieht in der Regel aus wie neu und fühlt sich auch so an. Achten Sie auf:

  • Risse oder Verfärbungen an der Seitenwand
  • Hartes oder sprödes Gummi
  • Beulen oder ungleichmäßige Verformungen

Fehlen diese Anzeichen, spricht das für eine ordnungsgemäße Lagerung. Falls Sie unsicher sind, sprechen Sie uns gerne an. Bei Euromaster prüfen wir jeden Reifen vor der Montage und verwenden nur Produkte, auf die wir uns verlassen können.

Nicht direkt. Bei der Hauptuntersuchung werden vor allem Profiltiefe und allgemeiner Zustand geprüft. Ein Reifen fällt nicht allein wegen seines Alters durch. Allerdings können sehr alte Reifen sichtbare Schäden wie Risse aufweisen – und das kann zu einem Mangel führen. Sind Ihre Reifen über 30 Jahre alt, lohnt es sich, sie vor der nächsten Untersuchung bei Euromaster checken zu lassen – besonders dann, wenn Sie die Nutzungshistorie nicht genau kennen.