check-engine-light

Motorkontrollleuchte: was sie bedeutet und wie Sie darauf reagieren sollten

Leuchtet die Motorkontrollleuchte auf Ihrem Armaturenbrett auf, ist ein gewisses Unbehagen verständlich. Fragen wie "Ist es ernst?", "Kann ich weiterfahren?" oder "Was wird mich das kosten?" kommen sofort in den Sinn.

Sie sind damit nicht allein. Jedes Jahr sehen zahlreiche Autofahrer in der Schweiz dieses Warnsignal. Manchmal steckt nur eine Kleinigkeit dahinter, in anderen Fällen kann es auf ein ernsthafteres Problem hindeuten.

In diesem Beitrag erklären wir, was die Motorkontrollleuchte Ihnen mitteilen will und wie Sie am besten reagieren. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Ursachen und geben praktische Tipps, damit Sie dieses Warnlicht künftig seltener sehen müssen.

Was ist die Motorkontrollleuchte?

Die Motorkontrollleuchte (auch als Check-Engine-Light, Engine Management Light (EML) oder Motorwarnleuchte bekannt) ist ein Warnsignal auf dem Armaturenbrett. Sie zeigt an, dass der Motor oder ein zugehöriges System Ihres Fahrzeugs eine Überprüfung benötigt.

Meist erscheint sie als orangefarbenes oder rotes Symbol in Motorform. Ihr Fahrzeug weist Sie darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist: "Hier stimmt etwas nicht."

In modernen Fahrzeugen überwacht das Motorsteuergerät (MSG, engl. ECU) kontinuierlich verschiedene Sensoren im Motor, Kraftstoffsystem und anderen Komponenten. Erkennt einer dieser Sensoren einen ungewöhnlichen Wert, aktiviert das MSG die Warnleuchte.

Mini-Glossar:

  • MSG (Motorsteuergerät, engl. ECU): Der Bordcomputer, der Motor und Emissionen steuert.
  • Sensor: Ein Bauteil, das Werte wie Temperatur oder Luftstrom misst und an das MSG weiterleitet.
  • Sauerstoffsensor: Misst den unverbrannten Sauerstoff im Abgas für optimale Effizienz und Umweltverträglichkeit.

Arten von Motorkontrollleuchten

Farbe und Verhalten der Motorkontrollleuchte geben wichtige Hinweise auf den Ernst der Lage:

Dauerhaft oranges Licht: Zeigt ein nicht dringendes Problem an. Sie können zunächst weiterfahren, sollten aber bald einen Termin zur Überprüfung vereinbaren.

Blinkendes oranges Licht: Weist auf ein ernsteres Problem hin, beispielsweise Fehlzündungen. Weiteres Fahren könnte zusätzliche Schäden verursachen – suchen Sie zeitnah fachkundige Hilfe.

Rotes Licht: Signalisiert einen kritischen Fehler. Halten Sie sicher an, schalten Sie den Motor aus und kontaktieren Sie den Pannendienst.

Wie häufig treten diese Signale auf?

  • Dauerhaft orange Leuchten kommen am häufigsten vor, oft bei Emissions- oder Sensorproblemen.
  • Blinkende orange Leuchten sind seltener und deuten meist auf Zündungs- oder Kraftstoffprobleme hin.
  • Rote Motorkontrollleuchten erscheinen selten, sind aber immer ernst zu nehmen. Sie warnen vor kritischen Fehlern wie Überhitzung oder Ölmangel.

Weitere Anzeichen, auf die Sie achten sollten:

  • Spürbar verringerte Motorleistung
  • Ungewohnte Geräusche
  • Ruckeln bei blinkender Leuchte
  • Rote Leuchten oft begleitet von Überhitzungs- oder Öldruckwarnungen

Was tun, wenn Ihre Motorkontrollleuchte aufleuchtet

Wie Sie reagieren sollten, hängt von der Art der Warnleuchte ab.

Dauerhaft orangefarbene Leuchte
Sie können weiterfahren, wenn das Fahrzeug normal läuft. Planen Sie dennoch zeitnah einen Diagnosecheck bei Euromaster Schweiz ein.

Filiale finden

Blinkende orangefarbene Leuchte
Reduzieren Sie das Tempo und halten Sie an, sobald es sicher möglich ist. Fahren Sie, falls noch möglich, direkt zur Werkstatt.

Rote Leuchte
Bringen Sie Ihr Fahrzeug sicher zum Stehen. Schalten Sie den Motor aus und starten Sie ihn nicht erneut. Kontaktieren Sie den Pannendienst.

Einfache Kontrollen zu Hause:

  • Ölstand prüfen
  • Flüssigkeitsverluste prüfen
  • OBD-II-Scanner nutzen (erste Hinweise)

Die Reparatur sollte aber ein Fachmann übernehmen.

Häufige Ursachen für brennende Motorkontrollleuchten

Die Motorkontrollleuchte kann durch verschiedene Probleme ausgelöst werden. Hier die häufigsten Ursachen und Tipps zur Vorbeugung.

Probleme mit dem Emissionssystem

Ein defekter Sauerstoffsensor oder Katalysator verschlechtert die Abgasreinigung und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Das Motorsteuergerät überwacht diese Komponenten laufend und lässt bei Problemen oft die Motorkontrollleuchte aufleuchten. Mit regelmässiger Wartung und hochwertigem Treibstoff können Sie solchen Ärger vermeiden.

Lockerer oder defekter Tankdeckel

Ein beschädigter oder nicht richtig verschlossener Tankdeckel lässt Kraftstoffdämpfe entweichen, was das Drucksystem des Tanks stört. Dies ist eine der häufigsten und gleichzeitig am einfachsten zu behebenden Ursachen. Überprüfen Sie nach jedem Tanken, ob der Deckel fest sitzt und die Dichtung intakt ist.

Probleme mit dem Luftmassenmesser

Der Luftmassenmesser – LMM, engl. MAF-Sensor – sorgt für das richtige Verhältnis zwischen Treibstoff und Luft. Ist er defekt, kann der Motor ruckeln, unruhig laufen oder mehr Treibstoff verbrauchen. Wechseln Sie regelmässig den Luftfilter, damit keine Verunreinigungen die Sensorfunktion beeinträchtigen.

Fehler im Zündsystem

Abgenutzte Zündkerzen oder Zündspulen können Fehlzündungen verursachen und die Warnleuchte aktivieren. Sie bemerken dies an einem unruhigen Leerlauf oder wenn Ihr Auto beim Beschleunigen nicht richtig zieht. Tauschen Sie die Zündkerzen gemäss den Herstellervorgaben aus und lassen Sie bei spürbarem Leistungsverlust das Zündsystem bei Euromaster Schweiz prüfen.

Probleme mit dem Dieselpartikelfilter (DPF)

Bei Dieselfahrzeugen weist eine leuchtende Motorkontrollleuchte oft auf einen verstopften DPF hin. Der Filter benötigt längere, gleichmässige Fahrten, um sich selbst zu regenerieren. Wer hauptsächlich kurze Strecken fährt, riskiert eine Verstopfung. Fahren Sie daher gelegentlich eine längere Strecke auf der Autobahn, damit das System wieder frei wird.

Ausfall des Abgasrückführventils (AGR)

Kohlenstoffablagerungen können das AGR-Ventil blockieren und sowohl Emissionen als auch die Motorleistung beeinträchtigen. Mit gleichmässigen längeren Fahrten und qualitativ gutem Treibstoff reduzieren Sie solche Ablagerungen.

Probleme mit der Batterie oder dem Ladesystem

Eine schwache Batterie löst nicht nur die Batteriewarnleuchte aus – sie kann auch andere Sensoren durcheinanderbringen und die Motorkontrollleuchte aktivieren. Lassen Sie Ihre Batterie regelmässig prüfen, besonders vor dem Winter.

Lecks in den Vakuumschläuchen

Vakuumschläuche können durch Alterung oder Hitze Risse entwickeln, was zu Druckabfall führt und Sensorwerte verfälscht. Die Folge: Die Warnleuchte leuchtet auf. Wenn Ihr Motor unruhig läuft oder ungewöhnlich hochdreht, könnte ein Leck die Ursache sein. Lassen Sie die Schläuche bei jeder Wartung überprüfen.

Weniger häufige, aber kritische Ursachen

Die meisten Motorkontrollleuchten werden durch Sensor- oder Emissionsprobleme ausgelöst. Es gibt jedoch seltenere Ursachen, die unbehandelt schwerwiegende Folgen haben können.

Probleme mit dem Zahnriemen

Ein abgenutzter oder rutschender Zahnriemen reduziert im besten Fall nur die Motorleistung deutlich. Im schlimmsten Fall droht ein teurer Motorschaden. Die Anzeichen sind nicht immer eindeutig erkennbar, können aber die Motorkontrollleuchte aktivieren. Halten Sie sich unbedingt an die vom Hersteller empfohlenen Wechselintervalle, um Schäden zu vermeiden.

Überhitzung des Motors

Zu wenig Kühlmittel oder ein defektes Thermostat können zu einer Motorüberhitzung führen und die Motorkontrollleuchte aktivieren. Kontrollieren Sie regelmässig den Kühlmittelstand und reagieren Sie sofort, wenn Ihr Motor zu heiss wird, um teure Folgeschäden wie eine gerissene Zylinderkopfdichtung zu verhindern.

Getriebeprobleme

Auch Störungen im Automatikgetriebe können die Motorkontrollleuchte auslösen, insbesondere wenn das Getriebesteuergerät gewisse Funktionen mit dem Motorsteuergerät teilt. Typische Anzeichen sind raue oder verzögerte Gangwechsel sowie ein Rutschen zwischen den Gängen. Wenn die Motorkontrollleuchte aufleuchtet und Sie diese Symptome bemerken, sollten Sie sofort einen Termin bei Ihrem Euromaster Servicecenter in der Schweiz vereinbaren.

Spezifische Probleme bei Dieselfahrzeugen

Dieselmotoren verfügen über spezielle Systeme, die die Motorkontrollleuchte auslösen können.

Das häufigste Problem bei Dieselfahrzeugen ist ein verstopfter Dieselpartikelfilter (DPF). Er sammelt Russpartikel und reinigt sich selbst – aber nur bei längeren Fahrten mit gleichmässiger Geschwindigkeit. Fahren Sie hauptsächlich kurze Strecken in der Stadt? Dann kann der Filter verstopfen und die Warnleuchte auslösen. Unser Tipp: Planen Sie alle paar Wochen eine ca. 20-minütige Fahrt mit einer Geschwindigkeit von über 60 km/h ein.

Auch zu wenig AdBlue kann Probleme verursachen. Moderne Dieselfahrzeuge nutzen diese Flüssigkeit, um Stickoxide zu reduzieren. Ist der AdBlue-Stand niedrig oder das System gestört, leuchtet oft die Motorkontrollleuchte auf. Achten Sie auf regelmässiges Nachfüllen und behalten Sie die Anzeigen im Blick.

Bei kaltem Wetter können defekte Glühkerzen Schwierigkeiten bereiten. Startet Ihr Auto an kalten Tagen nur schwer oder zeigt eine Warnleuchte an? Die Glühkerzen könnten der Grund sein.

Tipps für Ihre Diesel-Wartung:

  • Fahren Sie regelmässig längere Strecken auf Landstrassen oder Autobahnen, damit der DPF sich selbst reinigen kann.
  • Halten Sie den AdBlue-Vorrat stets aufgefüllt und lagern Sie Reservekanister kühl und dunkel.
  • Lassen Sie die Glühkerzen im Rahmen der Winterwartung überprüfen.
  • Nehmen Sie Warnleuchten ernst – auch wenn Ihr Auto scheinbar normal läuft.

Fehlerspeicher auslesen

Wenn Warnleuchten auf Ihrem Armaturenbrett aufleuchten, benötigen Sie möglicherweise eine professionelle Diagnose, um mögliche Probleme an Ihrem Fahrzeug zu identifizieren. Buchen Sie noch heute online einen passenden Termin bei Euromaster Schweiz.

Kann ich mit leuchtender Motorkontrollleuchte fahren?

Ob Sie weiterfahren können, hängt von der Farbe der Leuchte und vom Fahrverhalten Ihres Autos ab.

Bei einer dauerhaft orangefarbenen Leuchte ist meist kein sofortiges Anhalten nötig. Kurze Strecken sind in der Regel unproblematisch, sofern sich das Auto normal verhält. Trotzdem sollten Sie bald eine Werkstatt in der Schweiz aufsuchen, um grössere Schäden zu vermeiden.

Eine blinkende orange Leuchte weist auf ein ernsteres Problem hin, häufig auf Fehlzündungen. Wenn Sie weiterfahren, riskieren Sie Schäden am Motor oder am Katalysator. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit, vermeiden Sie starkes Beschleunigen und fahren Sie direkt zu einer Werkstatt.

Bei einer roten Motorkontrollleuchte sollten Sie sofort anhalten, sobald es sicher ist. Schalten Sie den Motor aus und rufen Sie den Pannendienst. Weiterfahren könnte den Motor schwer beschädigen.

Rechtliche und versicherungstechnische Risiken

Wenn Sie eine Warnleuchte ignorieren, gehen Sie auch rechtliche Risiken ein. Bei einem Unfall kann Ihre Versicherung in der Schweiz die Leistung kürzen oder verweigern, wenn festgestellt wird, dass Sie mit einem bekannten Defekt unterwegs waren. Zudem kann das bewusste Ignorieren von Warnhinweisen als fahrlässiges Verhalten gewertet werden – mit möglichen Konsequenzen vor Gericht.

Was passiert während der Diagnoseprüfung?

Bei der Überprüfung Ihres Fahrzeugs führt der Mechaniker zunächst einen Diagnosetest mit einem OBD-Gerät (On-Board Diagnostics) durch.
Der Prozess:

  • OBD-Scan: Der Mechaniker schliesst einen Diagnosescanner an den OBD-II-Anschluss Ihres Fahrzeugs an, der sich meist unter dem Armaturenbrett befindet.
  • Fehlercodes: Das Gerät liest alle im Steuergerät (MSG/ECU) gespeicherten Fehlercodes aus. Jeder Code weist auf ein bestimmtes Problem hin.
  • Fehlerinterpretation: Erfahrene Techniker können anhand der Codes die genaue Ursache erkennen.
  • Weitere Tests: Falls nötig, folgen zusätzliche Prüfungen zur Bestätigung des Problems.
  • Reparaturvorschlag: Nach der Diagnose erhalten Sie eine konkrete Empfehlung sowie einen Kostenvoranschlag für die erforderlichen Reparaturen.

Typische Fehlercodes:

  • P0171: System zu mager (mögliches Vakuumleck oder Sensorproblem)
  • P0300: Zündaussetzer festgestellt
  • P0420: Katalysator-Effizienz zu niedrig
  • P0442: Kleines Leck im Abgassystem (oft nur ein loser Tankdeckel)

Einige dieser Codes lassen sich auch mit einfachen OBD-II-Adaptern selbst auslesen. Professionelle Diagnosegeräte liefern jedoch präzisere Messwerte und detailliertere Fehleranalysen.

Unsere Techniker arbeiten mit modernen Diagnosegeräten, die eine besonders genaue Fehleranalyse ermöglichen.

Motorkontrollleuchte und HU/AU

In der Schweiz führt eine leuchtende Motorkontrollleuchte häufig dazu, dass Ihr Fahrzeug die MFK (Motorfahrzeugkontrolle) nicht besteht – selbst wenn das Auto scheinbar einwandfrei läuft. Dies gilt sowohl für orange als auch für rote Warnleuchten.

Die MFK-Experten prüfen, ob alle Warnleuchten nach dem Motorstart ordnungsgemäss erlöschen. Bleibt die Motorkontrollleuchte an, wird das Fahrzeug in der Regel nicht akzeptiert und muss nachrepariert werden.

Vor Ihrer MFK:

  • Prüfen Sie beim Motorstart, ob alle Warnleuchten nach wenigen Sekunden ausgehen.
  • Bleibt die Motorkontrollleuchte an oder blinkt sie, sollten Sie das Problem vor der MFK beheben lassen.
  • Ignorieren Sie die Warnleuchte nicht in der Hoffnung, dass sie von selbst verschwindet. Selbst kleinere Defekte können dazu führen, dass Ihr Fahrzeug die MFK nicht besteht.

Vermeiden Sie Stress kurz vor dem Termin und lassen Sie Ihr Auto rechtzeitig prüfen. Wir können die Fehlerursachen finden und beheben, damit Sie mit Ihrem Fahrzeug ohne Probleme durch die MFK kommen.

Wie man die Motorkontrollleuchte zurücksetzt

Es ist verständlich, dass man die Warnleuchte einfach ausschalten möchte – besonders wenn das Auto scheinbar normal läuft. Doch diese Leuchte hat einen wichtigen Zweck. Sie einfach zurückzusetzen, ohne die eigentliche Ursache zu beheben, verzögert das Problem nur und löst es nicht.

Wann es sicher ist, die Leuchte zurückzusetzen

Haben Sie den Fehler bereits behoben (zum Beispiel einen losen Tankdeckel wieder fest verschlossen), können Sie die Zündung ausschalten und 30–60 Sekunden warten, bevor Sie den Motor neu starten. In manchen Fällen erlischt die Leuchte nach einigen Fahrten von selbst.

Mit bestimmten OBD-II-Scannern oder passenden Smartphone-Apps lassen sich Fehlercodes nach kleineren Reparaturen oder Wartungsarbeiten auch manuell zurücksetzen.

Was passiert, wenn Sie die Leuchte ignorieren und weiterhin zurücksetzen?

Wenn Sie die Motorkontrollleuchte immer wieder zurücksetzen, ohne das eigentliche Problem zu beheben, wird der Schaden meist nur grösser. Sie überdecken damit ein Problem, das später sehr teuer werden kann – oder Sie im schlimmsten Fall mitten auf der Autobahn stehen lässt.

Das grösste Risiko: Wenn bereits eine Warnleuchte aktiv ist und ein zweites ernstes Problem auftritt, merken Sie es möglicherweise gar nicht mehr.

Am besten lassen Sie das Problem von einem Fachmann in der Schweiz diagnostizieren und reparieren. Wenn Sie unsicher sind, vereinbaren Sie einfach einen Termin in einem Euromaster-Servicecenter in Ihrer Nähe.

Präventive Wartung zur Vermeidung von leuchtenden Motorkontrollleuchten

Eine leuchtende oder blinkende Warnleuchte zu vermeiden, ist meist einfacher und günstiger als ihre Behebung. Regelmässige Kontrollen und gute Angewohnheiten sorgen dafür, dass Ihr Motor zuverlässig läuft.

Regelmäßige Wartung
Halten Sie die vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervalle ein. Je nach Alter und Laufleistung Ihres Fahrzeugs prüft der Mechaniker wichtige Teile wie Zündkerzen, Filter und Sensoren und ersetzt sie bei Bedarf, bevor Probleme entstehen.

Kraftstoffqualität
Minderwertiger Treibstoff kann Einspritzdüsen verstopfen und Sensoren beschädigen. Tanken Sie lieber Qualitätstreibstoff und vermeiden Sie es, den Tank fast leerzufahren – dabei können Ablagerungen aus dem Tank in das Kraftstoffsystem gelangen.

Öl- und Filterwechsel
Werfen Sie regelmässig einen Blick auf den Ölstand und wechseln Sie Öl und Ölfilter gemäss den Herstellerangaben. Verunreinigtes oder zu wenig Öl führt nicht nur zu Leistungsverlust, sondern kann im schlimmsten Fall Ihren Motor schwer beschädigen.

Fahrgewohnheiten
Kurze Fahrten und zähfliessender Verkehr können bei Dieselfahrzeugen den Russpartikelfilter (DPF) belasten. Gönnen Sie Ihrem Fahrzeug daher regelmässig längere Strecken mit konstanter Geschwindigkeit – das hilft dem Filter, sich selbst zu regenerieren.

Saisonale Tipps

  • Vor dem Winter: Glühkerzen (bei Dieselfahrzeugen), Batterie und Frostschutz kontrollieren.
  • Im Sommer: Zustand von Luftfiltern und Zündkerzen überprüfen, um Motorüberhitzung und Leistungsprobleme zu vermeiden.

Pflege des Tankdeckels
Ein fest verschlossener Tankdeckel ist wichtig. Lockere oder beschädigte Tankdeckel sind überraschend oft der einfache Grund dafür, dass die Motorkontrollleuchte aufleuchtet.
Wer auf die Signale seines Fahrzeugs achtet und rechtzeitig reagiert, kann teure Folgeschäden vermeiden.

Wann Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollten

Nicht alle Probleme mit der Motorkontrollleuchte können selbst behoben werden – viele benötigen einen Fachmann mit geeigneter Ausrüstung.

Dringende Hilfe erforderlich:

  • Die Warnleuchte leuchtet rot oder blinkt.
  • Der Motor läuft unruhig, macht ungewöhnliche Geräusche oder hat deutlich weniger Leistung.
  • Sie nehmen ungewöhnliche Gerüche oder Rauch wahr, oder das Fahrzeug schaltet in den Notlaufmodus.
  • Mehrere Kontrollleuchten leuchten gleichzeitig auf.

In diesen Fällen sollten Sie sofort sicher anhalten und umgehend Hilfe rufen. Weiterfahren kann schwere Motorschäden verursachen.

Werkstattbesuch empfohlen:

  • Eine orange Warnleuchte leuchtet dauerhaft, obwohl das Fahrzeug normal fährt.
  • Die Leuchte erscheint wiederholt über mehrere Tage.
  • Nach einer kleineren Reparatur erlischt die Warnleuchte nicht.

Wie man eine zuverlässige Werkstatt auswählt:

  • Achten Sie auf Werkstätten mit moderner Diagnosetechnik.
  • Achten Sie auf Anerkennungen oder Zertifizierungen – etwa ISO 9001 oder entsprechende Prüfstandards in der Schweiz.
  • Suchen Sie nach einer Werkstatt mit erfahrenen Mechanikern, die Ihr Fahrzeugmodell gut kennen.

Unsere Euromaster-Servicecenter in der Schweiz arbeiten mit modernen Diagnosegeräten und verwenden ausschliesslich Qualitätsteile. Eine schnelle Online-Terminbuchung ist möglich – in vielen Fällen können wir sogar am selben Tag helfen.

Häufige Mythen zur Motorkontrollleuchte

Rund um die Warnleuchten im Cockpit – besonders die Motorkontrollleuchte – kursieren zahlreiche Missverständnisse. Hier die wichtigsten Mythen und die Wahrheit dahinter.

„Wenn mein Auto normal fährt, ist alles in Ordnung.“
Nicht unbedingt. Viele Probleme wirken sich zunächst nicht auf die Fahrleistung aus, können aber langfristig ernste Schäden verursachen. Auch wenn Ihr Fahrzeug einwandfrei läuft, kann die Motorsteuerung bereits ein verstecktes Problem erkannt haben.

„Es liegt bestimmt nur am Sensor."
Möglich, aber Sensoren melden nicht ohne Grund Probleme. Ein ignoriertes Sensorsignal kann zu grösseren mechanischen Schäden führen. Selbst ein defekter Sensor kann zu erhöhten Emissionen oder falscher Kraftstoffzufuhr führen.

„Einfach zurücksetzen, dann ist das Problem weg."
Das Zurücksetzen des Fehlercodes entfernt nur die Anzeige, nicht aber die Ursache. Ohne eine echte Reparatur wird die Motorkontrollleuchte nach wenigen Kilometern wieder erscheinen.

„Mit leuchtender Warnlampe darf man gar nicht mehr fahren."
Bei einer roten oder blinkenden Leuchte sollten Sie tatsächlich sofort anhalten. Eine konstant orange leuchtende Motorkontrollleuchte weist jedoch oft auf weniger kritische Probleme hin. Kurze Fahrten sind dann möglich, bis Sie Ihren Werkstatttermin wahrnehmen.

„Die gleiche Leuchte bedeutet bei allen Autos dasselbe Problem."
Das Symbol für die Motorkontrollleuchte ist zwar universell, doch die Ursachen unterscheiden sich je nach Fahrzeugmodell, Hersteller und Baujahr. Deshalb ist eine präzise Fehlerdiagnose so wichtig.

Wer diese Zusammenhänge kennt, kann rechtzeitig handeln und spart sich so Ärger und teure Folgereparaturen.

FAQs zur Motorkontrollleuchte

Technisch ist es mit einem OBD-Scanner möglich, die Fehlercodes zu löschen. Wir raten jedoch davon ab, da das eigentliche Problem dadurch nicht behoben wird. Besser ist es, einen Termin für einen Diagnosetest in einem unserer Euromaster Servicecenter in der Schweiz zu vereinbaren, damit unsere Techniker die tatsächliche Ursache ermitteln können.

Das ist durchaus möglich. Bei einem Unfall kann Ihre Versicherung in der Schweiz die Deckung verweigern, wenn festgestellt wird, dass Sie mit einem bekannten Defekt unterwegs waren, der die Verkehrssicherheit beeinträchtigt.

Bei einer konstant orange leuchtenden Motorkontrollleuchte sollten Sie innerhalb weniger Tage einen Check vereinbaren. Blinkt die Leuchte oder leuchtet sie rot, halten Sie so bald wie möglich an und holen Sie fachkundige Hilfe.

Ja. Minderwertiger Treibstoff oder Verunreinigungen können Sensoren und die Kraftstoffversorgung stören und dadurch die Warnleuchte aktivieren.

Auch zeitweise auftretende Fehler deuten auf ein Problem hin. Selbst wenn die Leuchte wieder erlischt, empfehlen wir eine Überprüfung Ihres Fahrzeugs, um teure Folgeschäden zu vermeiden.

Folgen Sie dem Wartungsplan des Herstellers und kontrollieren Sie monatlich Ölstand, Kühlmittel und den Tankdeckel. Regelmässige Wartung reduziert das Risiko, plötzlich mit einer Warnleuchte konfrontiert zu werden.

Ja. Bei älteren Fahrzeugen, Autos mit hoher Laufleistung oder Modellen mit komplexen Abgasreinigungssystemen leuchtet die Warnlampe tendenziell häufiger auf.